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Was tun bei Blasenentzündung / Harnwegsinfekt?

2018-07-11T08:13:52+02:00Samstag, 9. Juni 2018|

Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Infektionen bei Frauen. Symptome eines Harnwegsinfektes sind Schmerzen beim Harnlassen, häufiges Harnlassen, Unterbauchschmerzen und Urinveränderungen (unangenehmer Geruch, Blut im Urin).

Mit dem Einsetzen der sexuellen Aktivität steigt die Häufigkeit an und liegt bei 20-jährigen Frauen bei etwa 4%. Geschlechtsverkehr ist die Ursache bei 75-90% aller Harnwegsinfektionen bei sexuell aktiven Frauen.

Zur Diagnosesicherung wird ein Urinteststreifen in Kombination mit der Anamnese der Patientin verwendet.

Viele Patientinnen fragen sich, ob bei einem Harnwegsinfekt immer sofort ein Antibiotikum eingenommen werden muss.

Was hilft bei Blasenentzündung?

Wenn es sich um einen unkomplizierten Harnwegsinfekt handelt, d.h. keine anatomischen Anomalien, keine gestörte Immunabwehr oder sonstige spezielle Risikofaktoren vorliegen, kann durchaus mit „Alternativmethoden“ gearbeitet werden. Was heißt das genau?

In einer der letzten Ausgaben im „Journal für Urologie und Urogynäkologie“ wurde eine Anwendungsbeobachtung mit einer pflanzlichen Kombination aus Cranberry, Kresse und Meerrettich auf ihre Wirksamkeit bei Frauen mit unkompliziertem Harnwegsinfekt untersucht.

Die drei Extrakte wurden kombiniert in einer Tablette verabreicht (Dr. Böhm Cranberry complex Tabletten).

Es zeigte sich, dass von den insgesamt 48 Patientinnen 34 Frauen (70,8%) innerhalb der ersten 14 Tage auf ein Antibiotikum verzichten konnten und 32 Frauen (66,7%) auch nach 35 Tagen kein Antibiotikum brauchten.

Blasenentzündung

Zusätzlich empfohlene Maßnahmen bei einem Harnwegsinfekt:

  • vermehrte Flüssigkeitszufuhr (ca. 1,5 Liter)
  • lokale Wärmeapplikation
  • orale Einnahme von Ibuprofen (3×400 mg für 3 Tage)
  • Ansäuerung des Harns (Tipp: Stamperl Apfelessig vor dem Schlafengehen)

Bei Nichtbesserung der Beschwerden und Auftreten von Fieber muss unbedingt erneute Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden!

Beim Abklingen der Beschwerden wird eine Harnkontrolle nach einer Woche unbedingt empfohlen.

Achtung: diese Empfehlungen gelten NICHT in der Schwangerschaft! In dieser Zeit gehört auch eine asymptomatische Bakteriurie frühzeitig und gezielt behandelt, damit es nicht zu einer aufsteigenden Infektion bei der Frau kommt.